Der Jahreswechsel liegt hinter uns, ein neues Jahr steht an und mit ihm das immer wiederkehrende Bedürfnis nach guten Vorsätzen. Da werden sich viele Dinge vorgenommen, die man nun endlich einmal in die Tat umsetzen möchte: Mehr Sport und Bewegung, sich gesünder ernähren, das Traumgewicht erreichen, Stress vermeiden und vieles mehr. Und oft startet man auch erst einmal voller Elan, was man in etwa an vollen Fitnessstudios oder gut frequentierten Joggingstrecken zu Jahresbeginn sehen kann.

Doch so gut man es auch meint und so motiviert, wie man begonnen hat, so schnell enden auch die Träume von den guten Vorsätzen im Alltagsstress, der sich meist wieder zügig einstellt und die hehren Ziele vergessen lässt. Was kann man dagegen tun?

Ganz wichtig ist es, von vornherein keine zu hohen Ansprüche an sich zu stellen und Absichten zu formulieren, die realistisch sind und auch dann erfüllbar bleiben, wenn die Zeit mal wieder knapper wird. So muss es vielleicht nicht gleich das Traumgewicht sein, nach dem man strebt, sondern man es lässt es einfach etwas langsamer angehen.  Statt einen Marathon als Ziel auszugeben, sollte der Ungeübte zunächst ein regelmäßiges Training anstreben, unabhängig von z.B. einem großen Laufevent. Ein solches kann eher für die bereits trainierte Person als Ansporn dienen, seine Vorsätze bis zu dem Ereignis beizubehalten.

In jedem Fall sollte man  seine Vorhaben klar vor Augen haben und keine Wischi-Waschi-Pläne aufstellen. Je konkreter das Projekt, desto größer die Erfolgsaussichten. Unter Umständen kann es nützlich sein, die gesetzten Ziele schriftlich zu formulieren. Ein kleiner Zettel am Laptop erinnert einen an etwas, was man sonst nach ein paar Wochen längst wieder beiseite geschoben hätte. Rückschläge sollte man akzeptieren lernen, denn sie sind unvermeidbar auf dem Weg zum gesetzten Ziel. Hier gilt es cool zu bleiben und nicht sofort die Flinte ins Korn zu werfen. Hilfreich kann es auch sein, wenn man für bestimmte Vorhaben Freunde gewinnt, die sich daran beteiligen. Zu zweit ist es viel einfacher gesteckte Vorsätze langfristig einzuhalten, der Austausch und das gegenseitige Motivieren sind hier eine wichtige Stütze.

Und anstatt ständig nur an das “Schneller.Höher.Weiter“ zu denken, ist die Überlegung, wo “kann ich mal einen Gang zurückschalten“ oder etwas früher beenden als in der Vergangenheit, für viele eine andere Art, sich Wünsche für das neue Jahr greifbar zu machen. Die Zeit, die man so für etwas einspart, was einen vorher (zu) viel Energie geraubt hat, schafft jetzt Freiräume für Tätigkeiten, die man vorher vernachlässigt hat.

In jedem Fall sollte das Bestreben sein, innere Balance, Ruhe und Glück zu finden, der Weg dorthin kann vielfältig sein.

Wir wünschen allen Lesern ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr!