“Mensch, deine Hände sind ja eiskalt!“ – Viele Menschen kennen im Winter das Problem von kalten Fingern und Händen. Insbesondere Frauen leiden unter diesem Phänomen, was in der geringeren Muskelmasse im Verhältnis zu Männern begründet liegt. Dazu kommen ein oft niedriger Blutdruck und häufigere hormonelle Schwankungen. Allgemein liegen kalte Extremitäten (Hände, Füße, Nase) im Winter an dem Umstand, dass der Körper zunächst die in der Körpermitte befindlichen lebenswichtigen Organe schützen, also auch wärmen will, und sich dann die Gefäße in Händen und Füßen verengen und das Blut langsamer zirkuliert. Hier kann man mit einfachen Mitteln oft bereits gute Wirkungen erzielen: So helfen beim Homeoffice am Computer während der Arbeit Dehn- und Streckübungen mit der Hand, kurze Spaziergänge mit der richtigen Kleidung sind ebenfalls sinnvoll. Hier sollte man auf die passenden Handschuhe achten (Natur oder Hightech-Materialien), wobei zusätzlich Handwärmer zum Einsatz kommen können. Entsprechend gilt es bei Füßen im Winter z.B. auf Thermosocken zu setzen. Mit entsprechenden Hand- und Fußsalben lassen sich zudem äußerliche Anzeichen lindern.

Problematischer wird es allerdings, wenn die kalten Hände zu einem Dauerzustand werden, diese also immer wieder schlecht durchblutet werden. Hier können Lebensgewohnheiten wie Ernährung, Bewegungsmangel, Stress und andere  seelische Belastungen, Alkohol, Rauchen oder Schlafmangel eine Rolle spielen. Daraus resultieren unter Umständen wiederum Komplikationen im Hinblick auf den Blutfluss im Körper, die Beschaffenheit der Gefäße, die Herz- und Kreislauftätigkeit oder die Hormon- und Nervenfunktionen. Inwieweit hier neben möglicher Selbsthilfe/Selbsttherapie (z.B. Änderung des Lebensstils, gesündere Ernährung, mehr Bewegung) der Besuch eines Arztes ratsam erscheint, muss jeder Einzelne für sich entscheiden. Diesen sollte man im Zweifel aber nicht zu lange aufschieben.

Wenn Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, kommen Sie gerne auf uns zu und lassen Sie sich in der Apotheke kompetent beraten.