Wussten Sie schon, dass Sie ein Drittel Ihres Lebens (ver)schlafen? Das sind 219.000 Stunden, die man gerechnet auf gut 75 Lebensjahre im Schlaf verbringt. Umso wichtiger ist es, für Körper und Geist einen erholsamen und ruhigen Schlaf zu finden, damit Regeneration stattfindet, Krankheiten abgewehrt werden und neu Erlerntes gefestigt wird. Doch wie lange sollte man schlafen, was ist eine Schlafstörung  und wie findet man einen gesunden Schlafrhythmus?

Der Schlaf wird in verschiedene Phasen unterteilt: Einschlaf-, Leichtschlaf-, Tiefschlaf- und Traumphase. Da das Bedürfnis nach Schlaf individuell verschieden ist und zudem vom Alter abhängt, sollte man sein Augenmerk verstärkt auf die Schlafqualität legen. Man beachte: Neugeborene kommen auf bis zu 17 Stunden Schlaf pro Tag, Erwachsenen auf ca. sechs bis neun Stunden. Schon vier bis sechs Stunden können im fortgeschrittenen Alter ausreichen, um am nächsten Tag wieder leistungsfähig zu sein.

Wacht man während der einzelnen Schlafperioden zwischendurch auf, ist dies noch kein Grund zur Besorgnis. Solange dies nicht zu häufig auftritt und man schnell wieder “einschlummert”, liegt noch keine Schlafstörung vor. Anders verhält es sich aber bei  sehr langen Einschlafphasen und Wachperioden in der Nacht. Hierfür können unterschiedlichste Gründe vorliegen: Stress, Sorgen, Alkohol, Schichtarbeit oder körperliche Beschwerden wie z.B. Schmerzen, Harndrang oder Zähneknirschen. Nicht zu unterschätzen sind zudem Atmungsprobleme/Atemaussetzer, die man am besten in einem Schlaflabor abklären lässt. Bei der Diagnose gilt es die Ursache(n) für eine mögliche Schlafstörung zu ergründen.  Im Folgenden muss man dann gegebenenfalls eigene Lebensgewohnheiten hinterfragen und ändern. Hier lässt sich u.a. mit einem umgestellten Essensverhalten, dass leichte Kost am Abend und wenig Alkohol vorsieht, schon einiges erreichen. Gegen Stress gibt es verschiedene Entspannungsübungen wie autogenes Training, Yoga oder einen abendlichen Spaziergang an der frischen Luft. Computerarbeit spätabends sollte ebenfalls vermieden werden.

Entscheidend für eine gute Schlafqualität ist darüber hinaus , sich der alten Redensart „Wie man sich bettet, so schläft man“ zu bedienen. Matratzen, die in Bezug auf Material und Rückenfreundlichkeit bestimmte Normen erfüllen, fördern einen geruhsamen Schlaf. Elektrische Geräte wie Fernseher oder Handys sind abzuschalten, da elektromagnetische Wellen den Schlaf beeinflussen können. Wichtig auch: Vor dem Schlafengehen sollte man das Zimmer gut durchlüften und für eine Temperatur von ca. 16 bis 18 Grad Celsius sorgen (Luftfeuchtigkeit 50 Prozent). Wenn die Zeit vorhanden ist, hilft oft ein heißes Bad am Abend zum Entspannen.

Wer diese Punkte beachtet, schafft ideale Voraussetzungen für einen friedlichen und gesunden Schlaf. Sollten die (Einschlaf-)Probleme aber weiter Bestand haben, können u.U. auch pflanzliche Mittel wie Baldrian (bei uns in der Apotheke erhältlich) weiterhelfen. Andernfalls sollte ein Arzt konsultiert werden. Wir wünschen Ihnen in jedem Fall einen angenehmen Schlaf und schöne Träume.