Ein Sommer, der nicht zu enden scheint! Wo Hitze und Dürre für die einen zur Qual und zur Belastung werden, kommen Sonnenanbeter voll auf ihre Kosten. Rekordtemperaturen und blauer Himmel laden förmlich zum Verweilen im Freibad, auf der Wiese oder sonst im Freien ein. Doch Obacht: Wer nicht aufpasst, riskiert einen Sonnenstich oder sogar einen Hitzschlag. Hier gilt es unbedingt einige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.

Sonnenlicht hat mehrere positive Auswirkungen: So hilft Sonnenbaden dabei, den Cholesterinspiegel in den Blutgefäßen zu verringern. Blutfette werden in Vitamin D umgewandelt, was sich positiv bei Bluthochdruck bemerkbar macht und zur Vorbeugung von Krebsarten wie Darmkrebs dient. Des Weiteren wird das Immunsystem gestärkt, indem die Sonneneinwirkung zur Bildung weißer Blutkörperchen anregt. Sonnenlicht macht auch allgemein glücklich und wirkt sich günstig auf unser Gemüt aus.

Allerdings birgt ein “Zuviel“ an Sonneneinstrahlung die Gefahr, dass Hirnhäute in Kopf und Halswirbelsäule überhitzen und gereizt werden. Hierdurch können Entzündungsreaktionen im ganzen Körper ausgelöst werden, die dann zu Symptomen wie starken Kopf- und Nackenschmerzen sowie einem geröteten und heißen Kopf führen. In einem weiteren schweren Verlauf sind auch Bewusstseins- und Atemstörungen, Hirnschäden und Koma möglich. Bei Anzeichen, die z.T. erst Stunden später auftreten können, gilt es, sich sofort aus der direkten Sonne zu entfernen und einen kühlen Schattenplatz zu suchen. Flüssigkeitszufuhr sowie Kühlung der betroffenen Körperstellen sind ebenfalls obligatorisch. Kopf und Oberkörper sollten eine erhöhte Stellung innehaben, wodurch der Druck auf den schmerzhaft pochenden Kopf verringert werden kann.

Wichtig ist es, zwischen dem Sonnenstich und einem  gefährlicheren Hitzschlag zu differenzieren. Dieser trifft insbesondere Personen, die sich in entsprechend heißer Umgebung einer sehr hohen körperlichen Belastung aussetzen (z.B. Sportler). Hierbei steigt die Körpertemperatur bei dem Betroffenen auf 40°C und mehr an. Die Kombination aus Anstrengung und Hitze verursacht ein Ungleichgewicht des Temperatur-Regulationssystem des Körpers. Die Schweißproduktion versagt, es entsteht ein Wärmestau. Äußerliche Anzeichen sind ein komplettes Ermattungsgefühl oder auch schwergehende Atmung, Krämpfe und Halluzinationen. Die Haut ist sehr heiß und trocken. In solchen Fällen ist diese Person umgehend aus der Sonne zu bringen und ein Notarzt zu rufen. Der ganze Körper muss umgehend gekühlt, im Notfall erste Hilfe geleistet werden.

Befindet sich jemand in einem Stadium zwischen Sonnenstich und Hitzschlag (sog. Hitzeerschöpfung mit Schwindel und Atemnot bei über 37° – 40°C) sollten im Zweifelsfall die Behandlungsmethoden wie bei einem Hitzschlag zum Tragen kommen, um mögliche gravierende Folgeschäden zu vermeiden.

Grundsätzlich liegt aber der Schwerpunkt bereits darauf, einer übermäßigen Hitzeeinwirkung von vornherein aus dem Weg zu gehen und dem Körper immer ausreichend Pausen zwischen einzelnen Sonnenbädern zu gönnen. Je nach Hauttyp ist hier zu unterscheiden, wie lange man sich in der Sonne aufhalten sollte. Ein besonderes Augenmerk ist auf Kinder und Babys zu richten, bei denen die Gefahr durch mangelnde Erfahrung mit der Sonne und deutlich dünnere Haut ungleich höher ist.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema haben oder nach geeigneten Sonnenschutzprodukten suchen, stehen wir Ihnen gerne in unserer Apotheke mit Rat und Tat zur Seite. Dann kann der Sommer auch ruhig noch ein wenig länger bleiben und uns verwöhnen …